Turnschuh-Pendler Thomas Wimmer erzählt seine Geschichte

Zur Arbeit laufen

by Thomas Wimmer

Vorweg möchte ich sagen, dass ich versuchen werde, Vorteile und Tipps auf ein Minimum zu reduzieren. Darüber lässt sich schon an so vielen Stellen eine Menge nachlesen. Zu empfehlen ist hierzu im deutschsprachigen Raum die Facebook Gruppe „Turnschuhpendler“ und für Englischsprachige die Seite TheRunCommuter.com.

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Wer bin ich?

Wenn man es dann für sich entdeckt und die Logistik passt, kann man wirklich was Nützliches draus machen. Denn es ist ja so, wir Turnschuhpendler laufen nicht in irgendeinem Park bloß im Kreis umher. Die Strecke die wir ablaufen, den Arbeitsweg, müssen wir ja sowieso zurücklegen. Und das spürt man sofort. Dieses zur Arbeit oder nach Hause laufen fühlt sich einfach nützlich an. Das Rundherum muss aber gut organisiert sein. Was muss man am Vortag alles einpacken? Was braucht man für die Arbeit? Der Backpack Pro von IAMRUNBOX hilft mir, alles Nötige ganz einfach mitzunehmen - und er stört auch nicht während des Laufens.

Wie alles begann

Ich war deshalb zu Anfang immer total aufgeregt, wenn ich den gepackten Rucksack auf- und die Schuhe vor der Tür anzog. Rückblickend hatte ich den ersten Meilenstein hierzu schon lange vor meinem ersten Lauf zur Arbeit gesetzt. Ich fuhr lange mit der KVB, der Stadtbahn hier in Köln, zur Arbeit. Die Haltestellen sind innerorts in recht kurzen Abständen. Wenn ich auf die nächste Bahn warten musste, lief ich irgendwann lieber schon mal zur nächsten Haltestelle. Wenn dann noch Zeit blieb, weiter zur übernächsten. Das konnten schon mal bis zu vier Haltestellen werden. Wohlgemerkt anstatt zu warten und insgesamt natürlich ohne Zeitgewinn. Denn ich stieg nun zu Pendlern in die Bahn, die ich eben an der Haltestelle hab stehen lassen. Mich zu bewegen anstatt fünf oder zehn Minuten irgendwo rumzustehen erschien mir aber sinnvoller.

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Meine Gedanken während des Laufens

Mittlerweile laufe ich regelmäßig die gesamte Strecke. Alternativ und an faulen Tagen muss das Rad herhalten. Seit über drei Jahren bin ich als Pendler nicht mehr Bahn gefahren und ein Auto besitze ich nicht. Das einzige was ich wirklich schade finde, ist die verlorene Zeit, um Bücher in der Bahn zu lesen. Das ist natürlich ein Zeitoptimierungsthema. Letztlich ist mir die Bewegung nun wohl wichtiger als das Buch.

Und nun? Da laufe ich viele Stunden jede Woche. Man könnte mich fragen, an was ich dabei so denke. Tja, eine beliebte Frage von Nicht-Läufern. An was denkt der Autofahrer, der Radfahrer und an was der Bahn-Pendler – ach so, Letzterer liest ein Buch, das gilt nicht – auf dem Weg wohin auch immer? Genau.

Ich achte auf die Umgebung. An vielen Stellen in der Stadt ist das äußerst wichtig. Zudem lerne ich meine Stadt, das Wetter und die Jahreszeiten hautnah kennen. Ich könnte mir mit Kopfhörern eine weitere Ablenkung schaffen. Das mache ich aber nicht. Dazu lasse ich zu gerne ab und an die Gedanken schweifen oder denke über dieses oder jenes nach. Und mir gefällt es, die Stadt aufwachen zu sehen und zu hören. Apropos Stadt, hier treffe und lerne ich unterwegs sogar andere Aktivpendler kennen.

Vogelstimmen am Morgen erwähne ich jetzt nicht ausführlich. Auch meine Freude, wenn ich ein Eichhörnchen im Park sehe, führe ich nicht weiter aus. Regen auf der Haut, Schnee unter den Schuhen oder Wind im Gesicht sind neben Eiseskälte und selbst Rekord-Hitze alles Erfahrungen und Empfindungen, die in der Bewegung so viel erträglicher sind.

Und hier ist er nun, dieser pathetische Absatz, den ich eigentlich vermeiden wollte. Ich lass ihn mal stehen. Wenn ihr mehr über Turnschuhpendeln erfahren wollt, könnt ihr gerne auch meiner Instagram-Seite einen Besuch abstatten.

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Tatsächlich habe ich mir unterwegs schon oft überlegt, was ich über das Turnschuhpendeln schreiben könnte. Ein paar Dinge tauchten hier nun auf, andere muss ich mir wohl wieder erlaufen oder sie einfach nochmal erleben, vielleicht auch spüren. Ihr wisst schon ;)

Hier könnt ihr mehr über mich lesen:

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